Donnerstag, 21. November 2013

Feste feiern wie sie fallen

Nun hatten wir gestern die Gelegenheit, ausgelassen zu Feiern. Ein 70. Geburtstag gibt es nicht alle Tage, umso mehr sollte man es nutzen.

Ich schrieb in einem vergangenen Post von unserer geheimen Mission die wir zu erledigen hatten. Ich konnte noch nicht so viel preisgeben. Aber jetzt wo alles rund über die Bühne ging, erzähle ich gerne alle Einzelheiten. Wie erwähnt, haben Sr. Marie – Elisabeth und ich, uns eine Darbietung für diesen Geburtstag einfallen lassen. So entschieden wir uns, das Spiel "Malen mit Menschen" aufzuführen. Im Link könnt ihr gerne nachschauen wie das Spiel funktioniert. Wir haben uns ebenfalls als zwei Franzosen ausgegeben, haben aber andere Bilder genommen.
Um als Franzosen erkannt zu werden, brauchten wir als erstes eine Kleidung, die uns ein männliches Erscheinungsbild versetzte. Dazu gingen wir auf den Estrich. Ich staunte nicht schlecht, als da zwei Schränke standen, die mit dem besten Verkleidungsmaterial gefüllt waren. Nur schon bei der Kleiderauswahl ging es lustig zu und her. Hinter dem Rücken von Sr. Marie-Elisabeth, stieg ich in einen Schrank und zog die Tür so leise wie möglich zu. Als sie mich suchte und mindestens dreimal beim Schrank erfolglos vorbeilief, konnte ich mir das Lachen nicht mehr verkneifen und so fiel mein tolles Versteck auf.
Mit Hosen, Schuhen, Hemd, Perücke, Hut und Brille, gingen wir unauffällig zurück. Im Bild unten, dürft ihr unsere Umwandlung betrachten…hihihi.
Als zweites, übten wir uns, mit einem französischen Akzent zu sprechen. Beim Spülen in der Küche, konnten wir ausgiebig üben. Seit einer Woche, spreche ich Sr. Marie-Elisabeth lediglich noch mit dem Namen Pierre Devient an und ich trage nun den Namen Jean-Luc. Bis gestern haben wir mit unserem französischen Gerede die Schwestern leicht verwirrt, aber nun verstehen sie wozu das nötig war. :-)

Für das Geburtstagsfest gab es auch viel Musik zum vorbereiten. Ich muss sagen, seit meiner Zeit hier im Kloster, musiziere ich so viel wie schon lange nicht mehr. Ich merke aber dass es für mich sehr bereichernd ist. Zum einen weil ich einfach liebend gerne musiziere und zu anderen weil ich alle drei Instrumente ungefähr gleich viel benutze (Gitarre, Klavier, Querflöte) und das hilft mir in Übung zu bleiben und neue Dinge zu entdecken. Das gefällt mir.
Gestern habe ich im Mittagsgebet auf der Kirchenorgel gespielt. Es sollte etwas Passendes zum Text sein, der inhaltlich von Meer und der Sanduhr erzählt. So spielte ich meine neuste Komposition (das war Premiere). Eigentlich spielte ich bisher das Stück nur mit dem Klavier, doch zu meiner Freude, war es auch auf der Orgel gut zu spielen. Für mich persönlich war es sehr schön dieses Stück zu spielen. Es gelang mir, mich in die Melodie hineinzufühlen und das Geschehen um mich herum zu vergessen. Ich behaupte, beim musizieren ist das etwas vom Schönsten was es gibt.

Nun freue ich mich auf weitere gefühlvolle Musikaktionen und auf weitere gemütliche Feste im Kloster :-)

Lea





Auf dem Bild: (links) Jean-Luc, (rechts) Pierre Devient

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