Samstag, 22. Juli 2017

Setz dis Sägel i Wind

Seit drei Wochen, darf ich nun ohne Begleitung mit dem Auto durch die Strassen ziehen, denn ich habe endlich den Führerschein! Ich hätte ja wirklich nicht gedacht, dass Autofahren Spass machen könnte. Als ich 18 wurde und somit das Recht gehabt hätte, mich hinters Steuer zu setzen und lernen zu fahren, fand ich es überflüssig, da ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut vertraut war. So würde ich wohl auch heute noch denken, wenn ich nicht zu dieser Gemeinschaft gehören würde. Weil von unserer Gemeinschaft nur zwei Schwestern im Besitz eines Führerscheins sind, fanden Sr. Sabine und ich (wir beiden Jüngsten), es würde Sinn machen, wenn wir zwei auch fahren könnten. Doch wir waren beide nicht wirklich sehr motiviert. Aber dann haben wir beschlossen, dieses Projekt gemeinsam durchzuziehen. Wir absolvierten einen Nothelferkurs (der übrigens recht Spass gemacht hat – absolut empfehlenswert!) und immer am Mittwochabend war unser Theorie-lern-Abend. So konnten wir am 05. Dezember 2016 zur Theorieprüfung und unseren ersten Erfolg feiern.
Eine Woche später sass ich in einem weissen Toyota Yaris, bereit für meine erste Fahrstunde. Meine Fahrlehrerin hatte bestimmt so viel zu tun wie ich oder wohl eher noch etwas mehr. Denn für jede Kleinigkeit brauchte ich eine Anweisung: „Kupplung drücken, Schalten in den 2. Gang, Kupplung langsam lösen, Gas geben…“ und immer mal wieder musste sie ins Lenkrad greifen, wenn ich einmal mehr geradewegs auf den Randstein zusteuerte oder den Kreisel ohne zu lenken zu umfahren versuchte. Tja, ich bin dankbar, dass sich meine Fahrlehrerin Anita Wyrsch als geduldig und kompetent erwies. So bin ich stets wohlbehütet (aber oft völlig k.o.) zu Hause angekommen. Und nach vielen vielen Geduldsproben und ausgiebigem Schweissvergiessen, bekam ich dann vom Verkehrsamt das Okay als Neulenkerin die Strassen zu erkunden. Und ich geniesse es wirklich, es macht mir Freude!

So konnte ich vor zwei Wochen bereits die Kapelle Ob-Häg ansteuern.
Mitte April gab es bei meiner Schwägerin und meinem Bruder Familienzuwachs, die Zwillinge Pirmin und Manuel sind geboren. Für mich ist es eine sehr grosse Freude, dass ich das Patenamt für Manuel übernehmen durfte. So war es mir ein Anliegen, ihm einen Wunsch mit auf den Weg zu geben. Dies habe ich in Form eines Liedes gemacht. Am 29. Juni 2017 entstand das Lied „Setz dis Sägel i Wind“ und natürlich sang ich an der Taufe nicht nur für meinen „Göttibueb“, sondern auch für seinen Bruder.




Nun wünsche ich euch allen ein sommerlich schönes Wochenende!

Herzliche Grüsse
Sr. Lea

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